Hi zusammen,

heute bin ich mit Benjamin spontan zu einer Tagestour aufgebrochen, das Wetter gestern war so unglaublich gut und die Luft so frisch, das ich einfach raus musste, es sollte zwar kein Tag mit so blauem Himmel wie gestern werden, dafür machte der Wetterbericht aber Hoffnung auf ein wenig Schnee.

Kalt genug für Schnee war es auf jeden Fall, im Endeffekt ist es aber zu Eisregen und spiegelglatten Wegen gekommen, hier schon mal ein Eindruck vom „Vereisen beim wandern“.

Von vorne vereist die Jacke...
Von vorne vereist die Jacke…
...und hinten der Rucksack
…und hinten der Rucksack

Gelaufen sind wir die Route 8 des Wanderweges „Grüner Ring 2„, dieser führt von Heimfeld im Süden Hamburgs bis an den Fähranleger „Rüschpark“ in der Nähe von Finkenwerder und ist mit einer Gesamtlänge von knapp 15 Kilometern und den für Hamburg bzw. Norddeutschland typischen kaum vorhandenen Höhenunterschieden normalerweise leicht zu laufen und auch für Anfänger sehr gut geeignet – ich sage „normalerweise“ weil gestern durch den Eisregen alles etwas anders war 😉

Solche unschönen Betonpisten läuft man Gott sei Dank nur ganz kurz am Anfang
Solche unschönen Betonpisten läuft man Gott sei Dank nur ganz kurz am Anfang

Die Wanderung führt einen durch die Süderelbmarsch einem Marschland und Wasserschutzgebiet an der Unter- und teilweise auch an der Mittelelbe. Man befindet sich während der Tour größtenteils im „Alten Land“, dem mit 14.300 Hektar größten geschlossenen Obstanbaugebiet Mitteleuropas.

Drei Viertel des Anbaugebietes sind mit Apfelbäumen bepflanzt, den Rest füllen Kirschen auf. Jetzt im Winter ist von der Farbpracht und dem für das Alte Land ganz typischen Geruchs natürlich nicht viel zu sehen, ich mag aber auch das karge, fast schon melancholische Flair einer vereisten Marschlandschaft bei grauem Himmel und leichtem Eisregen, wenn einem Gedanken an heißen Tee am offenen Kamin eines alten, windschiefen Fachwerkhauses durch den Kopf gehen.

Natürliche Brücke über die Moorburger Landscheide
Natürliche Brücke über die Moorburger Landscheide

Teilweise führt die Route leider über Asphaltwege und an Straßen entlang, sie ist also nicht so grün wie der Name vermuten lassen würde, im großen und ganzen ist es aber eine schöne Tour die auch einiges zu bieten hat.

Einige Eindrücke der Tour seht Ihr hier im Beitrag. An der oben abgebildeten Moorburger Landscheide haben wir ein paar Kilometer später auch Rast gemacht und haben uns mit heißer Brühe und etwas zu essen gestärkt um den zweiten Teil der Wanderung anzugehen.

Wanderweg an der Moorburger Landscheide
Wanderweg an der Moorburger Landscheide
Eine Pause zur Stärkung
Eine Pause zur Stärkung
Zugefrorene Alte Süderelbe
Zugefrorene Alte Süderelbe

Der zweite Teil der Wanderung war der deutlich anstrengendere Abschnitt, das aber auch nur aufgrund des Eisregens. Da der zweite Abschnitt fast ausschließlich über asphaltierte, gepflasterte oder sonstige sehr ebene Wege führt und diese mit einer kaum sichtbaren, dafür aber doppelt so glatten Eisschicht bedeckt waren, konnten wir eigentlich nicht wirklich laufen sondern sind eher geglitscht und geschlittert…auf knapp 7 Kilometern Länge ist das sehr anstrengend und wir waren beide froh als wir in der geheizten Elbfähre saßen und uns an der Heizung von außen und mit Tee von innen wieder aufwärmen konnten.

Insgesamt betrachtet würde ich sagen das die Wanderung für die meisten Menschen im Sommer mehr Spaß macht, ich für meinen Teil muss aber sagen das ich auch im Winter und bei Glatteis meinen Spaß hatte

Als nächste Wanderung folgt vermutlich noch eine Wanderung durch das Alte Land von Finkenwerder über Neuenfelde und Jork bis nach Agathenburg oder eine Wanderung von der Wandse-Mündung an der Alster, entlang der Wandse, bis nach Rahlstedt.


Habt Ihr Tipps oder Anregungen zu dieser oder anderen Touren?
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