Verhaltensregeln

Wer sich in der Natur bewegt sollte sie auch respektieren und im Rahmen seiner Möglichkeiten schützen, bewahren und vorhandenen Schaden beseitigen. In welchem Umfang ich das selbst mache und auch von anderen erwarte die mit mir wandern möchte ich hier kurz ausführen.

Ein Teil dieser Verhaltensregeln sind durch die Prinzipien von „Leave no trace“ inspiriert, wurden durch mich aber für meine Bedürfnisse ausgelegt.

Schützen und Bewahren

Schützen und Bewahren heißt für mich grundsätzlich, die Natur aktiv zu erleben ohne in sie einzugreifen, sie zu verändern oder zu schädigen und manifestiert sich in folgenden Regeln

  • Auf den vorhandenen Wanderwegen bleiben

Wanderwege selbst sind schon ein Eingriff in die Natur. Um diesen Eingriff so klein wie möglich zu halten bleibt bitte auf den Wanderwegen.
Lauft auch nicht direkt rechts oder links vom Weg weil dieser z.B. matschig ist, dadurch verbreitert Ihr den Weg nur unnötig. Ein guter Wanderschuh kann auch Matsch und Wasser ab und wenn das nichts für euch ist, ist wandern generell nichts für euch.
Verlasst die Wege auch nicht um mal ein Foto aus einer anderen Perspektive zu machen, näher an ein Flussufer zu kommen oder Felsen und Bäume zu erklettern denn Ihr stört bzw. zerstört damit Flora und Fauna die auch nachfolgende Wanderer noch genießen wollen.

  • Keine Abfälle zurücklassen

Verpackungen, Taschentücher Zigarettenkippen und so weiter und so fort…
Nichts ist trauriger als einen wunderschönen Wanderweg entlang zu wandern und an allen Ecken und Enden auf Müll zu stoßen, deshalb nehmt euren Müll mit!
Ich habe auf jeder Wanderung ein paar Mülltüten dabei in denen ich den Müll, der sich über Tag ansammelt, bis zur nächsten Mülltonne transportieren kann ohne meinen Rucksack zu verschmutzen.

Niemand sollte sich zu fein sein auch Müll einzusammeln den man nicht selbst erzeugt hat, ich plane gerade spezielle Wanderungen bei denen es nur darum geht vorhandenen Müll zu sammeln, vielleicht frage ich mal bei Hillwalk Tours an ob man diesbezüglich organisatorisch etwas machen kann (Müllbeutel durch das B&B morgens gestellt, Entsorgung des gesammelten Mülls durch das B&B in dem man abends ankommt, kleine Rabatte auf Müllsammel-Wandertouren, Merchandising oder ähnliches)

  • Wild- und Weidetiere nicht beunruhigen

Beobachten Sie wilde Tiere nur aus der Entfernung, verfolgen oder nähern Sie sie sich ihnen nicht.

Füttern Sie keine Tiere. Das füttern von Wildtieren macht diese krank und verändert ihre natürlichen Verhaltensweisen, dadurch werden sie anfälliger für Angriffe von Raubtieren und für andere Gefahren.

Verzichten Sie auf Wanderungen durch Gebiete wildlebender Tiere die sich in der Paarungszeit oder in der Aufzuchtzeit für Jungtiere befinden.

  • Pflanzen unberührt lassen

Es sollte eigentlich selbstverständlich sein…
Pflücken Sie keine Blumen, reißen sie keine Pflanzen aus dem Boden, brechen Sie keine Äste ab und fällen Sie keine Bäume. Sie sind Gast in der Natur, verhalten Sie sich auch so.
Ein idealer Wanderer sind Sie wenn sie die Natur so zurücklassen als wären sie nie dort gewesen.

  • Lärm vermeiden

Lärm haben wir doch im Alltag schon genug, da sollte man in der Natur die Ruhe genießen können! Aber nicht nur für sich selbst und andere Wanderer sollte man auf Musik, schreien oder laute Unterhaltungen verzichten, denn Tiere sind meistens noch schreckhafter als Menschen und wir wollen sie ja nicht aus Ihrem Lebensraum verjagen sondern uns respektvoll verhalten.

  • Schutzgebiete respektieren

Schutzgebiete sind ausgewiesene Bereiche in denen oftmals spezielle Regelungen gelten, so kann es verboten sein Tiere mit sich zu führen oder es besteht eine Leinenpflicht für selbige, auch das verlassen der Wege kann verboten sein und vieles andere: Halten Sie sich daran!

Diese Verbote gibt es nicht aus Spaß sondern zu ganz bestimmten Zwecken, Sie können diese natürlich gern hinterfragen, aber nicht ignorieren und missachten.

  • Zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel verwenden oder Fahrgemeinschaften bilden

Es macht keinen Sinn sich mit Freunden in der Natur zu treffen, wenn jeder mit dem eigenen Auto anreist und selbige damit verpestet und unter Umständen das Areal stärker als nötig beeinträchtigt. Wo es möglich ist sollte natürlich gemeinsam mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist werden. Ist das einmal nicht möglich, bildet Fahrgemeinschaften und schont damit die Umwelt im allgemeinen.

Dies ist übrigens nicht nur für die Anreise zum wandern zu empfehlen, sondern bei allen Strecken die Ihr zurücklegen müsst.